Gedanken wie Wasserfälle

07:35

Am Sonntag bei einem langen Spaziergang mit herrlichstem Sonnenschein und eisiger Luft konnte ich meine Gedanken einmal auf Reisen schicken. Es gingen mir so viele Dinge durch den Kopf. 




Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt darüber schreiben und euch damit belasten soll, aber mein Blog ist manchmal so eine Art von Seelenventil für mich und jetzt lasse ich es einfach mal raus.




Was zur Zeit ein großes Thema für mich ist, ist der Neid und Missgunst in Freundschaften; oder auch einfach: Das Gefühl zu haben, von anderen ausgenutzt zu werden. 

 


Von einigen dieser Freundschaften habe ich mich inzwischen distanziert und komme damit gut zurecht. Ich fühle mich sogar regelrecht befreit.




Wer mich besser kennt weiß, dass ich ein sehr offener Mensch bin. Ich gebe viel von mir Preis, leider auch viel zu oft Dinge, die ich im Nachhinein lieber für mich behalten hätte.





Ich habe Freundschaften geschlossen mit Mädels die ich wirklich sehr gerne hatte. Dabei habe ich mich dementsprechend geöffnet und musste am Ende feststellen, dass ich sie anscheinend doch mehr mochte, als sie mich.



Wann immer ich etwas unternommen habe, bei dem ich wusste dass meine Mädels auch Spaß daran hätten, habe ich gefragt ob sie mitkommen wollen oder habe sie zumindest darüber informiert was momentan so läuft. Ich hatte oft das Gefühl als ob ich einen „Newsletter-Buton“ auf meiner Stirn hätte.





Irgendwie fühlte ich mich wie ein offenes Buch, habe Tipps weitergegeben, einfach, weil ich mich gefreut habe, wenn sich jemand darüber freut.



Für mich stand außer Frage, dass ich das alles sicherlich zurückbekommen würde, sobald irgendwer einmal etwas für mich tun könnten. Leider habe ich mich da offensichtlich getäuscht.



Die Zeit verging und mir wurde immer mehr bewusst, dass sie eigentlich lieber ihr eigenes Ding ohne mich machten. Mich mal zu fragen ob ich irgendwo mit hingehe oder mich gar mitzunehmen kam nicht in die Tüte.
Vorne herum waren sie aber für alles so dankbar, was ich getan hab. 

 

Jetzt bin ich einfach enttäuscht und verletzt über die Missgunst und die Unehrlichkeit, die mir entgegengebracht wurde.
Vielleicht sehe ich das ja auch falsch, vielleicht bin ich auch nur enttäuscht über meine Eigene Erwartung.




„Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.“
Max Planck



Am allermeisten ärgere ich mich mal wieder über mich selbst, darüber, dass ich zu viel Gutes in anderen Menschen gesehen habe und mal wieder nicht an mich selbst gedacht habe. Ich sollte das jetzt vielleicht auch positiv sehen:
Ich habe eine Täuschung durchschaut und erkannt , bin wahrscheinlich einen Schritt weiter - weh tut es trotzdem. Und ich bin noch meilenweit davon entfernt, über solchen Sachen zu stehen.



Jemandem zu helfen ist für mich nach wie vor selbstverständlich nur werde ich in Zukunft mehr darauf achten, mich selbst nicht zu vergessen.



Bin ich so leichtgläubig oder aber nur extrem empfindlich?  Geht es dem ein oder anderen von euch auch manchmal so? Das wäre wirklich beruhigend.




Ich hoffe jetzt dass hier niemand diesen Post in den falschen Hals bekommt. Mit diesen Worten meine ich ganz sicherlich keine meiner Bloggerfreundschaften ♥♥♥. Hier habe ich vielmehr die Möglichkeit mir das mal von der Seele zu schreiben.



Viele liebe Grüße
Silke

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22 Kommentare

  1. Meine liebe Silke,
    eben habe ich deinen Text gelesen und deine wunderbaren Fotos betrachtet.
    Ich denke, ich könnte vom Alter her fast deine Mutter sein und habe ein sehr bewegtes Leben hinter mir.
    Oft hatte ich das Gefühl ausgenutzt zu werden, von Freunden aber auch von der Familie. Es ist schon so, man hilft bis der Andere "groß genug ist" un selbst laufen zu können und dann wird man fallengelassen. Das ist nicht schön, da muss ich dir beipflichten.
    Vor einiger Zeit war ich auf einem Vortrag - Es gibt die Geber und es gibt die Nehmer. So ist es nun mal. Die Nehmer handeln oft gar nicht bewusst, sie sind eben so. ´Das ist wohl eine Charaktereigenschaft.
    Wenn du jetzt verletzt und traurig bist, musst du aufpassen dass du innerlich nicht zu hart wirst und dich negativ veränderst. Es ist schon ein Spagat zwischen sich selbst und den Mitmenschen.
    Fühl dich einmal unbekannterweise umarmt und sei herzlichst gegrüßt von
    Margarethe

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  2. Liebe Silke,
    auch für mich ist mein Blog manchmal ein Seelenventil! Mache Sachen müssen einfach raus und das ist gut so!
    Nach dem Tod meiner Mutter habe ich auch erst richtig erfahren was Freundschaft ist. Manche bleiben, manche gehen. Die, die bleiben helfen einem wieder "auf die Beine" und sind das Beste was einem passieren kann! Und die, die gehen ... soll man nicht aufhalten. Die sind es nicht wert! Auch wenn man enttäuscht ist und es traurig macht!
    Erst wenn es dunkel wird, sieht man die Sterne leuchten!
    Du bist ein liebenswerter Mensch, der nur das Beste verdient! Erhalte dir dein sonniges Wesen, deine Hilfsbereitschaft, deine ehrliche Art. Es werden dir noch viele liebe Menschen begegnen...und sie werden wahre Sterne sein!
    Ich drücke dich ganz herzlich und innig!
    Karen
    Deine Bilder ist bezaubernd!

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  3. Ach Liebelein,
    ich finde der Blog sollte auch für solche Dinge ruhig genutzt werden können. Am liebsten würde ich Dich jetzt einmal in den Arm nehmen.
    Die Erfahrung die Du jetzt, wahrscheinlich nicht zum ersten mal, gemacht hast...kenne ich auch nur zu gut. Ich öffne mein Herz auch zu schnell und wenn ich jemanden gerne habe, schließe ich diesen dann auch dort ein. Das geht aber gelegentlich wirklich in die Hose, da es wirklich viele Menschen gibt, allen voran Frauen, die sich nur die Rosinen aus den Kuchen piecken.
    Aber weißt Du was, dieses besondere Gen, die Menschen erst einmal zu lieben, wirst Du nie loswerden und ganz ehrlich....DAS IST AUCH GUT SO! Denn es sind auch ganz viele dabei, die es Wert sind.

    Liebe Grüße
    Bettina

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  4. Liebe Silke,
    jaaa, das was Margarethe schreibt, ist schon richtig. Auch ich wurde schon vielfach ausgenutzt und deshalb wirke ich auch sehr hart, weil ich Niemand oder ganz wenig an mich heranlasse.

    Das hat sich aber im Laufe der Zeit geändert.
    Inzwischen ist es auch so, dass ich sehr fein unterscheide und ich habe "NEIN" sagen gelernt.

    Allerdings in Situation, wie ich sie vor einiger Zeit hatte, kann man nun nicht "nein" sagen. Aber man muß danach aufpassen, dass es nicht zuviel wird.

    In meiner Tätigkeit in der Nachbarschaftshilfe habe ich auch gelernt zu unterscheiden und auch bei gewissen Dingen "NEIn" zu sagen und vieles nicht mehr an mich heranzulassen.

    Es gibt die sogenannten Energievampiere und da muß man aufpassen, sie saugen einen aus, das ist vielfach auch bei alten Menschen so. Ich muß es wirklich so sagen, selbst hier - auch wenn es weh tut - muß man einfach "Nein" sagen.

    Ich habe dich kennengelernt und das war angenehm und ich hoffe, du hattest nie das Gefühl ausgenutzt zu werden. Dazu hatten wir ja auch nicht soviel Kontakt. :-))

    Ich bin auch nicht der Typ, der andere Menschen ausnutzt. Wie geht das denn?
    Bin ich eher auch der Mensch, der sein Ding viel lieber alleine macht als von anderen zu profitieren.

    Ich muß auch nicht das haben, was andere haben und das dann noch viel besser oder teurer.

    Deinen Vorschlag in Heilbronn mal einzukaufen und Kaffee zu trinken, nehme ich gerne an, gerne verbunden auch mit einer Radtour, man kann auch nach Heilbronn radeln und dann mit dem Zug nach Hause fahren, ist mit dem Fahrrad, inzwischen mit dem Pedelec kein Problem.



    Lieben Gruß Eva
    die aber dann auch gerne mit dem Auto fährt.

    Alles Gute für dich und ruf einfach an, du weißt ja.

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  5. Siehste ich habe über all dem Schreiben deine schönen Bilder vergessen zu erwähnen.
    Wo ist das denn, selbst die Rems hatte am Sonntag noch Eisschollen in Waiblingen, ist übrigens auch ein nettes Städtchen und mit der Agnes noch netter.

    LG eva

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    1. Sagt doch Wilhelm Busch

      Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.

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  6. Liebe Silke,
    auch wenn wir beide uns noch gar nicht kennen, möchte ich dir gerne einige Zeilen schreiben, da es genauso gut auch meine Geschichte hätte sein können - zumindest bis vor einem Jahr.

    Ich hatte ein unglaublich großes Helfersyndrom und konnte nie 'NEIN' sagen. Alle Sorgen, Probleme, Krankheiten und Geschichten meiner (sogenannten) Freunde habe ich aufgezogen wie einen Schwamm (so schlimm, dass ich bei Krankheiten teils die Symtpome jener Person übernahm) und habe geholfen und unterstütz wo immer ich konnte. Das ging über Jahre hinweg und machte mich am Ende schließlich selbst sehr krank, weil ich mir alles so sehr zu Herzen nahm und zum Dank am Ende immer noch einen Tritt in den Hintern bekam. Nimmt war dann für mich da, als es mir dreckig ging! Das schlimmste war die Erwartungshaltung, die andere an mich gestellt hatten. Grundsätzlich wenn es meinen Freunden wieder etwas besser ging, hörte ich nichts mehr von ihnen, bis sie erneut meine Hilfe erwarteten. Nach dem Motto: Ach ja, die dumme Liane wird mir schon wieder helfen! Und JA, die dumme Liane wiederholte immer wieder diese Szenen, ohne 'STOP' zu sagen und Grenzen aufzuzeigen.

    Seit einem Jahr: Nada, nix mehr... denn mir wurde zum Glück - nachdem ich gesundheitlich schon richtig tief unten war - irgendwann bewusst, dass diese Einseitigkeit niemals eine Freundschaft ist. Schon gar nicht, wenn es mich mehr und mehr krank macht, ohne überhaupt etwas davon zu haben - noch nicht einmal mehr Freude, wenn ich von den Personen hörte oder sie sah - eher im Gegenteil. Ich fasste all meinen Mut zusammen, kontaktierte jene (sogenannte) Freunde und zog einen Schlussstrich - ganz ehrlich und offen.

    Mich haben solche Art Freundschaften mein Leben lang begleitet, bis ich diese Lektion gelernt habe und inzwischen sehr gut 'NEIN' sagen kann. Ich brauche solche Menschen nicht in meinem Leben - denn das sind keine wirklichen Freunde und auf Dauer schaden sie mehr, als dass sie einem gut tun. Heute geht es mir soweit wieder ganz gut und ich habe auch ein Motto aus der Zeit, nachdem ich inzwischen tatsächlich lebe: "Was dich nicht glücklich macht kann weg!"

    Ganz viele liebe Grüße, Liane

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  7. Liebe Silke,

    ich sag zuerst mal Danke für die wundervollen Bilder. Du bist am richtigen Platz gewesen, denn nichts kann Dir mehr Kraft und Erdung schenken, als in der Natur zu sein.

    Ich finde es schön und berührend, dass Du zu uns Bloggerinnen ein so großes Vertrauen entwickeln konntest, dass Du mit uns Deine schönen, aber auch traurigen, enttäuschenden, schweren Seelenerlebnisse teilst.

    Ich mag Dir keinen guten Rat schreiben, sondern einfach etwas aus meiner Lebensgeschichte mit Dir teilen. Vielleicht erkennst Du Manches wieder, vielleicht hilft es Dir, den nächsten Schritt zu tun, vielleicht mag es auch nur eine kleine rosa Wattewolke sein, die Dich für einen Moment einhüllt und Ruhe schenkt.

    Ich weiß nicht mehr wie unzählige Male ich genau solche Erlebnisse hatte. Ich war immer die Gebende und bin es heute noch. Ich habe Menschen immer unterstützt, war für sie da, hab sie begleitet, hab sie getröstet, hab sie umarmt und habe Arbeitseinsatz geleistet, der weit über ein für mich normales Maß einer Freundschaft hinausging.

    Und ich wurde Opfer meiner Erwartung - das schreibst Du ja auch. Ich habe aber nicht erwartet, dass man mir im gleichen Maße hilft oder mich unterstützt, nein ich habe erwartet, dafür geliebt und auch gelobt zu werden. Das war die Energie, die ich daraus erhalten wollte.

    Als ich begonnen habe, dieses Muster zu durchschauen, wurde mir auch klar, dass diese "Freundschaften" nicht halten konnten, weil sie nicht bedingungslos waren. Aber nicht sie haben Bedingungen an mich gestellt, sondern ich an sie, über viele Jahre in unbewußter Form. Dass das eine Prägung aus meiner frühesten Kindheit, aus meinem gesamten familiären Umfeld war, hat sich erst viel später für mich erschlossen.

    So habe ich Schritt für Schritt diese Freunde -und das waren sie in der Tat wirklich, weil sie einen Erkenntnisprozess in mir ausgelöst haben - aus meinem Leben entlassen können. Und meistens sind sie von selbst gegangen, weil Ihre "Aufgabe" erfüllt war.

    Inzwischen habe ich mir eine gute Balance aus helfen und helfen lassen aufgebaut. Ich konnte über viele Jahre, ja fast Jahrzehnte mir nicht wirklich helfen lassen. Ich war immer stark, hatte immer alles im Griff, und habe dadurch nicht mal ansatzweise ausgestrahlt, dass es schön wäre, auch mal unterstützt zu werden.

    Und ich bin aufmerksam, welche Gefühle sich ganz subtil zeigen, wenn meine Helferrolle wieder überbordet. Ist es eine bedingungslose Hilfe oder hängt immer noch ein, wenn auch mittlerweile kleiner, Rattenschwanz daran.

    Ich bin mir mittlerweile selbst so wichtig geworden, dass ich in vielen Bereichen, mich an erste Stelle setzte und trotzdem ehrlicherweise zugeben muss, es könnte noch viel radikaler sein. Denn gehts mir gut, gehts allen um mich herum auch gut.

    Liebe Silke, vielleicht schaust Du mal in einer ruhigen Stunde - bei den Wasserfällen oder wo immer es Dir richtig gut geht und Du Dich beschützt fühlst - ein wenig hinter die Kulissen. Alles ist ein großes Spiel, über das unser Vergessen gestülpt wurde. Nun den Vorhang etwas zu lüften, oder von der Bühne in den Zuschauerraum zu wechseln, ist die Zeitqualität, die uns unterstützt, den Dingen auf den Grund gehen zu können.

    Vielleicht noch etwas ganz Wichtiges: schaue Dir diese Inszenierung an, ohne Bewertung, drück nichts weg und mach es nicht größer. Beobachte einfach, welche Gefühle kommen und lasse sie zu. Dein tiefes Inneres weiß, wie viel Du tragen kannst und führt Dich durch. Hart werden ist nur ein Konzept, das uns der Verstand einreden will. Bleibe biegsam und weich, ein Baum bricht auch, wenn er hart wird. Und beobachte.

    Ich umarm Dich und bin in Gedanken bei Dir.

    Liebste Grüße
    Veronika

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  8. Liebe Silke, es wird immer Menschen in Deinem Leben geben, denen Du Dein Herz schenkst und im Nachhinein merkst, dass es nicht die gleiche "Liebe und Freundschaft" ist, die Dir entgegen gebracht wird. Aber es geht nicht nur Dir so, auch ich habe schon ein paar Mal diese Erfahrung gemacht. Auf der anderen Seite allerdings gibt es Menschen in meinem Leben, die mir soviel "Liebe und Freundschaft" entgegen bringen, dass es überwältigend ist und ich manchmal gar nicht weiß, wie ich das erwidern soll. Sei nicht traurig - obwohl - das ist ein Tipp, der nicht wirklich hilft. Ganz liebe Grüße, Nicole (die von Deinen wunderwunderschönen Bildern verzaubert ist. Hachz.. so herrlich!!)

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  9. Liebe Silke,
    was für wunder-wunderschöne Bilder vom Wasserfall der gefroren ist
    und bei dem so viel aus deiner Seele frei werden konnte...
    Ein berührender Post...
    Ich denke an dich und bin dir freundschaftlich verbunden,
    jederzeit, gerne für dich da!
    Alles andere von Herz zu Herz,
    von Mund zu Mund,
    von Ohr zu Ohr...
    Herzensgrüße und eine liebe Umarmung
    schickt dir
    Moni*

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  10. Liebe Silke,
    vielen Dank für deine offenen und ehrlichen Worte! Da musste ich an Freundschaften/Erlebnisse denken, die ich gemacht habe, und kann dich so gut verstehen. Es schmerzt - manchmal sehr - aber schlussendlich macht es dich stark. Dass ein "nein" extrem wichtig ist, musste ich auch auf die harte Tour lernen, und hab noch nicht ausgelernt... Aber wir leben unser Leben Schritt für Schritt, laufen vorwärts, fallen manchmal vielleicht wieder etwas zurück... Aber die Richtung stimmt, und das ist die Hauptsache.
    Ich danke dir für deine offenen Worte, finde es mutig von dir und drück dich ganz fest!
    Debby

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  11. Hallo Silke,
    hatte den Wunsch, kurz an der Stelle noch einmal etwas zu schreiben, ehe ein Missverständniss entsteht. Das was dir 'Windwasserfrau (Veronika)' so wunderbar geschrieben hat, dass war auch mein Weg - mich zu reflektieren und alles als Beobachter zu beobachten. Auch ich bin weiterhin hilfsbereit und lasse Nähe zu, aber es hat inzwischen ein Ausgleich stattgefunden, irgendwie hat sich die Qualität verändert und es gibt eben auch dieses 'Nein' wenn ich spüre, dass sich in mir Widerstände regen.

    Veronika hat es so schön erklärt und auch bei mir war da tatsächlich auch eine Sehnsucht nach Liebe, Lob und Anerkennug. So sind wir meist von Kindesbeinen an schon konditioniert worden. Aber mich hat auch die Erwartungshaltung meines Gegenübers immer sehr weh getan.

    Ich merke, mir persönlich fällt es im Gegensatz zu Veronika gar nicht so leicht, es in verständlichen Worten zu erklären.

    Liebe Grüße, Liane

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  12. Solche Enttäuschungen kenn ich auch und nur zu gut kann ich nachfühlen wie du empfindest . . .
    Als ich deinen Text gelesen hab, ists mir richtig kalt den Rücken runter gelaufen,
    genauso bin ich auch gestrickt ... ABER, ein bisschen hab ich daraus schon gelernt und dreh jetzt manchmal auch den Spieß um - ohne schlechtes Gewissen!!! Hab mich von solchen Freunden dann im Laufe der Zeit getrennt, weil mir meine Zeit dafür zu schade ist . . .
    Da fällt mir noch so ein blöder Spruch ein, aber er hat schon was:
    Vertrau nur deinem Arsch, er ist der einzige der wirklich hinter dir steht ;)
    Liebe Silke streu ein wenig Glitzer drauf,
    Doris

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  13. Oh ja solche Enttäuschungen kenne ich auch nur zu gut. Ich bin auch so wie du, eher offen, hilfsbereit und erzähle auch oft mehr als mir lieb ist... musste da etwas lachen.....Gut ist, wenn man es bemerkt und seine Konsequenzen zieht, was du ja auch getan hast. Um solche Freundschaften ist es nicht schade, viel schlimmer ist die eigene Verletztheit und das Gefühl des Ausgenutztseins
    Drück dich mal ganz liebe liebe Silke ♥
    Christel

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  14. Liebe Silke,
    das ging mir auch oft schon so und ich fühlte mich einfach nur ausgenutzt.
    Damals schon zu Discozeiten z.B.war ich meist die Fahrerin....
    Man reift eben erst mit den Jahren und zieht die Konsequenzen.
    Echte gute Freunde sind leider heutzutage wirklich rar und schwer zu finden.
    Ärgere dich nicht darüber,dafür ist die Zeit zu schade!
    Ganz liebe Grüße von
    Kristin

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  15. Liebste Silke, ich habe diesen ehrlichen Post in vollen Zügen genossen. Nicht deine Enttäuschungen, oder das deine Erwartungen so oft nicht erfüllt wurden. Sondern deine Offenheit, deinen Ehrlichkeit ... und dein Vertrauen, uns mit diesm Text zu öffnen. Toll! Ich kenne deine Enttäuschungen nur zu gut, und es tut oft, autsch, sehr, sehr weh. Aber ich kann dir Mut machen, denn solche Dinge gehören fest zum Leben. Sie sind es, die uns stärken. Oft versteht man das erst nach langer Zeit. Wenn es verblasst wie ein altes Polaroid , dann wird es in einem drin klarer. Ich bin auch ehrlich und schwöre dir, das ich viele solcher Bekanntschaften gecancelt und beendet habe. Was mir nicht gut tut, das lasse ich los. Mit jedem Lebenssjahr fällt mir das übrigens leichter. Wie Christel oben schon schreibt, hier gilt es Konsequenzen zu ziehen und nach vorne zu schauen. da ist nämlich Licht! Dicken Drücker meine Liebe, und deine Bilder .... WOW!!! Dein Meisje

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  16. Liebe Silke, schon von Berufes wegen (Assistenz) kenne ich das. Wieso bin ich verantwortlich ob mein Chef etwas isst oder nicht? Nun mag jemand sagen, ja dafür wird sie ja bezahlt, ist aber nicht so. Denn die vielen, vielen "Gefallen" die man so tut enden damit, das ich meine eigenen Aufgaben dann oft nicht schaffe und ich Überstunden schieben muss, die ich nicht bezahlt bekomme oder abfeiern kann.
    Privat hat sich das im Laufe der Zeit geändert. Ja. Ich hatte auch eine Freundschaften/Beziehungen die immer nur erwarteten. "Kannst Du mal?" "Tust Du mal?" "Kümmerst Du Dich?" Bis ich zu einem Punkt kam und "Schluß" machte. Ich war nicht mehr bereit nur zu erfüllen. Rückzug ist dann die einzige Lösung und die kann extrem befreiend sein.
    Du bist also auf dem einzig richtigen Weg. Loslassen ist ein langer Prozess. Lass Dir Zeit dazu. Dicken Drücker und viele liebe Grüsse, Sabine

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  17. Liebe Silke,
    danke für diesen so offenen Post, ich kann nur eins sagen, ich habe schon gleiches erlebt und kann Dich da nur zu gut verstehen! Mittlerweile bin ich vorsichtiger geworden, habe gelernt auch mal Nein zu sagen und vor allem habe ich gelernt, mich selbst nicht zu vergessen ...sicher tut es weh, aber am Ende hilft es auch, wenn man sich von bestimmten "Freunden" trennt ....Wie Meisje oben schrieb, was einem nicht gut tut, von dem muss man sich trennen ;O)
    Laß Dich einmal ganz lieb drücken!
    Ich bin jedenfalls froh, daß ich Dich hier ( wenn auch nur virtuell) kennenlernen durfte *lächel*
    Bevor ich nun weitermuss, danke ich Dir noch für die herrlichen Wasserfall-Eis- und Schneebilder, es war ein Genuß:O)
    Hab einen wundervollen Wochenteiler!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  18. Liebe Silke,
    ich finde es sehr schön, dass du über deine Gedanken schreibst. Ich möchte es auch viel öfter tuen, denn es erleichtert. Ich denke, solche Post gehören auch zum Bloggen dazu. Es schafft eine Nähe zu den Lesern. Ähnlich wie Dossiers in Zeitschriften. Ich kann dich und deine Enttäuschung gut verstehen, ich war früher auch oft der Kümmerer in Freundschaften, wenn es um Unternehmungen oder Verabredungen ging. Ohne mich ist es eingeschlafen. Schade, aber es waren auch eher lose Freundschaften.
    Es klingt so, als wenn einige Freundschaften einfach nicht sein sollten oder nicht richtig waren. Weder für dich noch für die Anderen. Neid und Missgunst haben nie was mit dir zu tun, sondern immer mit dem/ der Anderen. Es ist auch nicht unbedingt böse, es sind nur Unzulänglichkeiten. Diese Menschen sind einfach noch nicht mit sich und ihrem Leben im Reinem. Sie haben noch viel zu lernen, aber das sollte nicht deine Baustelle sein. Man kann nur versuchen, den Hintergrund des Verhalten zu erkennen. Aber man muss nicht alles verstehen 😊
    Wenn du ein offener und ehrlicher Mensch bist, bleib so, du wirst die richtigen Menschen damit anziehen. Und ja, denke immer an dich, es ist verdammt wichtig! Das Ich kommt immer zuerst. Was nicht heißt, dass du nicht ganz viel in der Freundschaft und Liebe geben sollst. Das sollst und darfst du. Aber erst, wenn du dein Selbst befriedigt hast, kannst du wirklich selbstlos ein.
    Ich bin auch ein sehr offener Mensch und gebe mehr preis als Andere von sich. Ich habe früher öfter darüber nachgedacht, ob es so richtig ist. Und: Ja. So bin ich nun mal und so bleibe ich, alles andere wäre nicht mehr ich. Ich glaube an das Gute in den Menschen, manchmal ist das vielleicht ein wenig naiv. Aber ich bin überzeugt, wenn man das Gute sieht oder auch nur versucht das Gute zu sehen, bekommt man das auch. Mit Erwartungen bin ich eher sparsam geworden. Wahre Liebe lässt frei. (Es gibt auch ein Buch mit gleichnamigen Titel). Freundschaft ist Liebe. Wer frei ist von Erwartungen, ruht in sich. Erwartungen sind meist nur Löcher in einem selbst, die man versucht durch Erwartungen an Andere zu füllen. Das geht meistens schief, in der Liebe und in der Freundschaft. Wenn man Erwartungen hat, dann muss man in sich gehen und überlegen, warum man diese hat und wie man sie selbst erfüllen kann.
    Sei nicht zu hart zu dir selbst, oder enttäuscht von dir, dass du falsche Erwartungen hattest. Leben heißt Lernen. Du bist richtig. Das zeigt dein Post und deine Gedanken.
    Ich habe nur wenige, aber sehr intensive Freundschaften. Eine sogar aus Kindergartentagen und eine andere mehr als 30 Jahre. Einige leben sogar weiter weg. Wir können uns auch mal weniger sehen und keiner macht dem Anderen Vorhaltungen. Es dürfen auch mal Wochen vergehen und es ist wie erst gestern gesehen.
    Sei ganz lieb gegrüßt
    Michaela
    PS: Ganz tolle Bilder hast du gemacht, ich wünschte, wir hätten hier solche Schönheiten.

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  19. Meine liebe Silke,
    Ich habe deine Post schon gestern gelesen! ........und was du da schreibst kenne auch ich!
    Ich schreibe hier nun gar nicht viel, denn die anderen Kommentare haben eigentlich schon alles dazu gesagt! Einen Rat zu geben ist immer schwer! Hör auf dein Inneres und vergiss einfach dich selbst nicht! Stecke dir deine Grenzen, aber bleibe du selbst! ....und vergiss nie, das gewisse Menschen einem mit ihrer Freundschaft nur eine kurze Strecke auf unserem Lebensweg begleiten! Das ist auch gut so........denn alle sind wir anders.......denn jeder verändert sich mit den Jahren.......man wird reifer und weis plötzlich ganz genau was für einem am Gegenüber wichtig ist......und wie weit man Kompromisse für diese Person eingehen will!!!!
    Wichtig ist das man ehrlich miteinander ist und keinen Neid im Gepäck hat! So sehe ich das!
    Mich freut es richtig, das wir uns im Netz gefunden haben! Es ist schön das es dich gibt! VERGISS DAS NIE!
    Also, liebe Silke, bald ist Frühling und Zeit für den grossen Frühlingsputz!!!! Den darf Frau auch in ihrem Freundeskreis machen :-) Ich habe das schon hinter mir :-) Muss jedoch immer noch aufpassen, das ich nicht wieder in`s alte Muster zurück falle!!! Aber, mit jeder Erfahrung wird man auch reicher :-)
    So, nun drücke ich dich ganz lieb aus der Ferne und träume von deinen feinen Kaffeeküachli :-)
    Herzensgrüassli und Kopf hoch!!!
    Yvonne

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  20. Liebe Silke,
    Freundschaft ist im besten Falle Nehmen und Geben. Wenn das zu einseitig verläuft, gleicht es eher einem Zweckbündnis, in dem man auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.
    Auch ich habe in dieser Hinsicht dazu lernen müssen, im Nachhinein bin ich dankbar dafür, es erkannt und gehandelt zu haben.
    Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf und das ist gut so.
    Sieh es als Chance, betrachte es als Frühjahrsputz (wie Yvonne so schön schrieb) und sei nicht so streng zu dir!
    Deine Fotos sind traumhaft schön.
    Solch eine Tour ist wie geschaffen dafür, den Kopf frei zu bekommen. Verrätst du mir, wo das war?
    Ich hoffe, ich habe es nicht überlesen. ;-)))
    Liebe Grüße von Heike

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  21. Liebe Silke,
    es ist gut und richtig, dass du hier mal sagst, wie du empfindest. Nach den vielen lieben Kommentaren wirst du festgestellt haben, dass du mit deinem Eindruck nicht allein bist. Ganz und gar nicht.
    Ich hatte vor Jahren mal ein ähnliches Gespräch mit meinem Vater. Ich verstand die Welt nicht mehr. Weißt du, was er mir mit auf den Weg gegeben hat? Er sagte "du musst dich auch mal bitten lassen und nicht immer anbieten. Dein Umfeld geht ganz selbstverständlich davon aus, das du schon machen wirst. Dich kümmern, Termin weitergeben, alle und alles zusammenhalten.
    Mach einfach mal nicht! Diese Worte habe ich immer wieder mal im Ohr und ob du es glaubst oder nicht, sie bremsen mich gelegentlich und das ist gut so.
    ...und jetzt grübel nicht soviel. Das Leben ist zu schön und deine Fotos ein Traum.
    Ich drück dich ganz fest.

    liebe Grüße
    Nicole

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Ich freue mich wirklich über jeden Kommentar.
Ich schaffe es aber nicht, hier auf jeden Kommentar zu reagieren.
Fragen werden aber auf alle Fälle beantwortet und ich besuche Euch auch sehr gerne auf Euren Blogs ♥

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