Dienstag, 20. September 2016

Spatziergang im Frühherbst

Hallo, meine Lieben,
heute möchte ich Euch zu einem frühherbstlichen Spaziergang einladen - kommt doch einfach mit ...



Auch wenn jetzt die Tage langsam  kürzer werden und es schon deutlich kühler wird, ist das kein Grund, sich zu hause zu verkriechen. 



Im Gegenteil, gerade jetzt lädt die Natur zu ausgiebigen Spaziergängen ein, also nix wie raus, ab in die Sonne – der Winter kommt sicherlich früh genug, wetten!?

 

Im Herbst zaubert die tiefstehende Sonne flüchtige Muster aus tanzenden Lichttupfen und Schatten auf die Wege. Das sieht wunderschön aus.


 
 An den Obstbäumen trägt der Herbst noch grün, dazwischen leuchten schon die roten Backen der Äpfel.



Der Herbst ist eine Zeit der Heimkehr und des Rückzugs, eine Zeit sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.



Also mir persönlich gefällt der frühe Herbst außerordentlich gut. Wir befinden uns in der buntesten und schillerndsten Jahreszeit. Die Luft ist so schön frisch und kraftvoll. 
Irgendwie strahlt  der Herbst eine ganz besondere Ruhe und Stille aus.


Habt Ihr diese Ruhe auch gespürt?

Ganz liebe Grüße
Silke




Montag, 19. September 2016

Popover oder alles schon mal dagewesen


Hallo, meine Lieben,
 kennt ihr schon Popovers?

Das sind kleine goldbraune Glücklichmacher. Man kann natürlich auch  köstlicher Frühstückssnack aus der amerikanischen Küche dazu sagen.


Naja, so neu sind die kleinen fluffigen Dinger ja gar nicht - früher hießen sie einfach Pfitzauf :)


Früher habe ich gerne Pfitzauf gegessen, irgendwann, als ich einen eigenen Haushalt hatte und selber für mich kochen musste, geriet das fluffige Eiergebäck irgendwie in Vergessenheit.


Pfitzauf sind luftige Eiergebaecke die aufgehn wie ein Souffle - See more at: http://www.deutschesessenindenusa.com/backen/schwaebische-pfitzauf.html#sthash.CHmEjlZY.dpuf
Das änderte sich vor ein paar Wochen als ich in einem Kaufhaus durch die  Küchenutensilienabteilung lief. Dort ist mir ein eigenartiges Muffinblech ins Auge gesprungen.
Ein Ring, an dem kleine Becher, ähnlich den Muffinförchen angebracht waren.
Das Blech musste ich mir genauer ansehen. Anders als beim Muffinblech waren die Vertiefungen schmaler und dafür tiefer. Zum Glück war bei dem Blech gleich ein Rezept dabei - Ahhh Pfitzauf dachte ich, das wäre doch mal wieder was, das Blech muss ich haben ♥


 
Natürlich war kein "altes" Pfitzaufrezept dabei sondern ein Popoverrezept, das ich Euch natürlich nicht vorenthalten will.
Popovers 

Zutaten:
  • 1 EL Butter
  • 2 große Eier
  • 250 ml Milch
  • 1/2 TL Meersalz
  • 125 g Mehl
  • Butter  zum Fetten der Form 
Zubereitung: 

Wichtig ist, dass alle Zutaten Raumtemperatur haben. 
Den Backofen auf 220° vorheizen. Die Vertiefungen der Popoverform gut mit Butter einfetten.
1 EL Butter schmelzen und kurz abkühlen lassen.

In einer Schüssel die geschmolzene Butter, Eier, Milch und Salz vermixen.
Dann das Mehl auf einmal zugeben und nur solange verrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. 
Die Backform nun für 2 Min. in den Ofen stellen und aufheizen. Dann die Form herausnehmen (Achtung heiß!) und den Teig in den Vertiefungen verteilen, sie sollten jeweils zu zwei Dritteln gefüllt sein.

Form in den Ofen (Mitte) schieben und die Popovers 20 Min. backen, dann die Temperatur auf 180 - 190° reduzieren und die Popovers weitere 10 - 15 Min. backen. Die Ofentür während der Backzeit nicht öffnen.

Die Form aus dem Ofen holen und die Popovers sofort herauslösen. 

Popovers kann man entweder mit etwas Marmelade zum Frühstück & Tee, oder herzhaft essen. 
Esst sie aber auf jeden Fall noch warm.




Natürlich braucht man kein spezielles Popoverblech.  Man kann sie auch in einem normalen Muffinblech backen (da werden sie etwas größer) oder auch in Espressotassen.

 

 Kaum zu glauben dass wir diese Küchlein vor ein paar Tagen im Garten bei Sonnenschein verspeist haben

Vielleicht habt Ihr die Popovers auch schon einmal gebacken, mich würde interessieren ob man z.B. auch geriebenen Käse mit in den Teig mischen kann.



Habt einen schönen Tag.
Liebe Grüße
Silke 
fitzauf sind luftige Eiergebaecke die aufgehn wie ein Souffle - See more at: http://www.deutschesessenindenusa.com/backen/schwaebische-pfitzauf.html#sthash.CHmEjlZY.dpuf

Donnerstag, 15. September 2016

Lust auf Unkraut? - eine Kräuterwanderung

Hallo und herzlich willkommen hier auf meinem Blog,
Vor ein paar Tagen hatten meine Mutter und ich an einer Kräuterwanderung teilgenommen.
Das  Thema der Wanderung war "Lust auf Unkraut". Wir  waren sehr neugierig darauf was uns da wohl erwarten würde.


Die Wanderung findet an jedem 1. Donnerstag im Monat im nahegelegenen Mannenberg statt.
Frau Schulz,die Kräuterpädagogin begrüßte uns und die anderen 5 Teilnehmerinnen vor dem alten Schulhaus.


Kurz erläuterte sie uns den Ablauf und dann ging es auch schon los.


Wir liefen im Dorf eine kleine Anhöhe hinauf und standen dann auf einer blühenden Wiese.
Ich habe mich da wie im Urlaub gefühlt. Es war so ruhig und es sah auch alles so unberührt aus.


Frau Schulz zeigte und erklärte uns die "Unkräuter" aber was schreibe ich da, Unkraut ist wohl das ganz falsche Wort.Zum Glück  hat sich da etwas verändert, und man spricht  von Beikraut oder Wildkraut. Das hört sich doch schon viel besser an, oder? Ja, das klingt doch schon viel besser!



Es gibt  wirklich wunderschöne und wertvolle oftmals sogar  Heilpflanzen unter den Wildkräutern.
Für unser kräuteriges Mehrgängemenü sammelten wir fleißig Spitzwegerich, Schafgarbe, Rotklee, 
Brennnessel-spitzen und - Samen, Giersch, Hagebutten, Holunderbeeren, Brombeeren,  Feld-Thymian (Quendel), Franzosenkraut, Wilder Majoran (Dost) und Gundermann. Wahrscheinlich habe ich aber das eine oder andere Kraut in meiner Aufzählung vergessen. Ach ja, ein paar Äpfel landeten auch noch in den Körben.



Zurück von unserer kleinen Wanderung leerten wir unsere Körbe und sortierten unsere Schätze.


Dann ging es ans Zubereiten, wir teilten uns in kleine Gruppen ein und bereiteten ein wunderbar schmackhaftes Menü zu.


Es gab einen Kernlestee, eine falsche Pilzsuppe, einen Salat mit allem was wir so gefunden haben,
Nudeln mit zweierlei Saucen,  und eine Apfel-Beeren-Kaltschale.



Falsche Pilzsuppe:
Zwiebeln in Butter andünsten. 3 Hände voll Spitzwegerichblätter quer zur Faser in Streifen schneiden und kurz mitdünsten. Mit 0,5 l Sahne und 0,5 l Wasser auffüllen. Instant-Gemüsebrühe dazu geben und zum Kochen bringen. Alles 20 Minuten kochen und dann pürieren. Mit Muskat und Kräutersalz würzen.
Die Suppe schmeckt wirklich wie eine Pilzsuppe. Der Pilzgeschmack kommt aber erst nach der Kochzeit von 20 Minuten zur Geltung.



Wildkräuterpesto:
Brennesselspitzen, Giersch und wer mag noch andere Kräuter mit Olivenöl und etwas Salz pürieren, geriebenen Parmesan und gemahlene Mandeln untermischen.
Oh wie lecker :)


Die anderen Rezepte werde ich Euch bestimmt nach und nach verraten:) Wir hatten für die Leckereien keine genauen Rezepte und Mengenangaben und haben alles nach Gefühl zubereitet- das hat aber wunderbar geklappt.



Ich glaube, dass hier in unserer Heimat für Alles ein Kraut wächst – also in der Naturapotheke Gottes. Es sind heimische, teils vergessene Kräuter. Lasst uns die vergessenen Kräuter neu entdecken.


Habt Ihr schon einmal Brennesselsamen gegessen? Die schmecken in Butter angeröstet köstlich.
Die Brennesseln werden mitsamt der "Sahmenwürstchen" in ein Sieb gelegt, dann muss man nur noch gut schütteln und die Samen in einem Schüsselchen auffangen.


Die Kräuterwanderung hat wirklich Spaß gemacht und war auch sehr lehrreich. Schön war auch, dass meine Mutter mit dabei war ♥ Das war bestimmt nicht unser letzter Kräuterausflug.



Ganz liebe Grüße
Silke

Sonntag, 11. September 2016

Brombeertage

Hallo, meine Lieben,
endlich ist wieder Brombeerzeit. Die heiß geliebten Früchte haben nun endlich wieder Saison.
 

Es gibt sie in Hülle und Fülle frisch in den Supermärkten oder auf den Märkten zu kaufen – oder man bedient sich einfach bei uns im Garten.
Unser Brombeerstrauch ist dieses Jahr echt explodiert - was heißt da eigentlich unser Strauch, eigentlich haben wir die Brombeeren nie gepflanzt :)


Wenn die Brombeeren glänzend  schwarz sind und sich ganz einfach lößen lassen dann sind sie reif und schmecken sehr süß und  lecker.
Passend zur Beerensaison habe ich eines meiner Lieblingsrezepte für euch!




Habt ihr Lust auf einen schnellen, aromatischen Nachtisch? Mit sonnenverwöhnten Brombeeren? Mit vielen Streuseln?  Der auch super gut auf die Kaffeetafel passt wenn sich überraschend Besuch ankündigt.

Dann ist dieser Crumble ideal: Brombeeren und Pfirsiche vereinen sich mit buttrigen Streuseln. Welch ein Duft der da beim Backen durch deas Haus zieht.



Brombeer-Pfirsich Crumble

Zutaten:

2 große Pfirsiche
250 g Brombeeren
60 g Rohrzucker
etwas Zitronensaft
Zimt

Für die Streußel

200 g Dinkelmehl
  50g Mandeln
100 g brauner Zucker
150 g Butter

 Zubereitung:

Mehl mit den Mandeln und Zucker mischen. Die kalte Butter fein würfeln und mit dem Mehl verrühren.  So lange kneten bis sich Streusel bilden.
In einer Schale Brombeeren, Pfirsichstücke und Zitronensaft vermengen. Zucker und Zimt mischen verrühren und unter das Obst rühren.
Eine Aufflaufform fetten und das Obst hineingeben. Mit Streuseln bedecken.
Etwa 30 Minuten  bei 180C backen bis die Streusel anfangen zu bräunen.


Der Crumble schmeckt frisch aus dem Backofen fantastisch. Auch abgekühlt  herrlich, am besten mit einem Klacks Schlagsahne.


Leider ist die Brombeerernte nicht immer einfach. Doch hat man es mal geschafft, das pieksige Dornengestrüpp zu überwinden (das macht meistens mein Mann), wird man lecker belohnt.


Brombeeren gehören zur Pflanzengattung Rubus und sind in Europa heimisch. 
Die Brombeeren wachsen an bis zu drei Meter hohen Sträuchern die meist an Waldrändern oder Lichtungen zu finden sind. Obwohl die Brombeere erst seit dem 19. Jahrhundert kultiviert wurde, wird die Brombeere  bereits ab dem 4. Jahrhundert als Heilpflanze eingesetzt. Damals  fanden vor allem  die gerbstoffhaltigen Blätter in der Medizin Verwendung, allerdings sagte man auch den Beeren selbst heilende Kräfte nach.


Na dann, nichts wie ran an die Beeren.
Ganz liebe Grüße
Silke

Bezugsquellen:
Drahtuntersetzer und Topflappen - Ib Laursen von sugartrends
Auflaufform, Schälchen und Becher von ella´s flizzeblume